Bücher schreiben
Ratschläge und Tipps zum Bücher schreiben
Viele Menschen haben etwas Wichtiges zu sagen, etwas, das nicht nur festgehalten, sondern auch von anderen gelesen werden sollte. Meist beginnt es mit dem Wunsch, seine Erinnerungen und Erfahrungen für die Verwandtschaft und die Nachwelt festzuhalten. Wer aber nun glaubt, Bücher schreiben ist wie Tagebuch schreiben, der irrt sich.
Gerade das Debüt eines unerfahrenen Autors sollte nicht zu persönliche Themen behandeln. Schließlich wissen Sie nicht, in welcher Form das Publikum das Buch kritisiert. Gerade wenn das Buch von sehr persönlichen Erfahrungen berichtet, kann subjektive Kritik ziemlich schmerzhaft sein. Bücher schreiben heißt auch, einen großen Teil von sich selbst preiszugeben. Somit kann die Kritik am Text schnell als Kritik an der eigenen Person empfunden werden.
Bevor Sie mit dem Schreiben beginnen, überlegen Sie erst einmal genau, warum sie Bücher schreiben wollen. Haben Sie etwas Interessantes zu berichten? Haben Sie eine Geschichte zu erzählen? Wollen Sie mit dem Schreiben reich werden?
Wenn Sie letzteres mit „Ja.“ beantworten würden, dann gibt es genug andere und effektivere Wege, sicheres Geld zu verdienen.
Nun beantworten Sie für sich die Frage nach dem „Was?“. Was wollen Sie dem Leser mitteilen – eine fiktive Geschichte oder ein Fachthema?
Wollen Sie ein Sachbuch schreiben, machen Sie sich einen Plan, welche Themen Sie in welcher Form darstellen wollen. Autoren, die Fachbücher schreiben, müssen nicht nur ihr Sachgebiet kennen und verstehen, sie müssen dem Thema auch etwas Wertvolles hinzufügen können.
Aber beim Schreiben geht es nicht nur um das „Was“, sondern auch um das „Wie“. Es gibt viele intelligente Autoren, gerade in der Wissenschaft, die exzellent in ihrem Fachgebiet sind, die es aber einfach nicht erklären, geschweige denn in einem Buch allgemeinverständlich darstellen können. Das wichtigste beim Bücher schreiben ist also, dass Sie sich immer wieder aus der Situation des Autors lösen und sich in die Rolle des Lesers hineinversetzen. Ein guter Weg, um zu erfahren, wie prägnant und eingänglich Sie das Thema dargestellt haben, ist das Gegenlesen des Textes von einer (möglichst neutralen) Testperson.
Wollen Sie jedoch einen Roman bzw. eine fiktive Geschichte schreiben, überlegen Sie sich zunächst die grobe Rahmenhandlung und die Hauptpersonen. Eine grafische Übersicht der Personen und in welchem Verhältnis sie zueinander stehen, kann als Gedankenstütze dienen.
Auch wenn es sich um eine fiktive (erfundene) Geschichte handelt, sollte sie trotzdem „stimmen“. Sie muss logisch nachvollziehbar sein, darf ihre eigene Logik entfalten, sodass der Leser ihr folgen kann. Die Größe des Romans ist eine Herausforderung für alle, die Bücher schreiben. Es empfiehlt sich daher für jeden „Anfänger“, Aufbau und Durchführung zunächst an Kurzgeschichten zu üben.
Mit dem Schreiben können Sie beginnen, wo Sie wollen. Gerade bei Sachbüchern muss man nicht beim ersten Kapitel anfangen. Bei einem Roman sollten Sie schon vorsichtiger sein, damit der berühmte Rote Faden nicht verloren geht und keine Brüche im Erzählfluss entstehen.
Wie Sie sehen, Bücher schreiben ist nicht einfach, aber wer klein anfängt und mit Ausdauer und Disziplin dranbleibt, wird vielleicht auch mal ein ganz Großer.
