Berühmt durch Privatinitiative

Johann Wolfgang von Goethe suchte für sein Frühwerk „Die Mitschuldigen“ 1769 vergebens einen Verleger. Auch für den heute weltweit berühmten „Götz von Berlichingen“ wollte sich keine Hand rühren: Das Drama erschien 1773 in wenigen hundert Exemplaren. Goethe zahlte, besorgte die Herausgabe privat und legte damit den Grundstein für seinen späteren Welterfolg.

Die Literaturgeschichte umfasst eine Vielzahl von Namen, darunter weltberühmte Schriftsteller, deren Werke von Verlagen zunächst abgelehnt wurden. Begnadete Talente schrieben Bettelbriefe, ließen Beziehungen spielen – trotzdem wurden ihre Werke abgelehnt und sie selbst zu lästigen Bittstellern erniedrigt. Schließlich beschritten sie den direkten Weg zum eigenen Buch und ließen die Veröffentlichung auf eigene Kosten besorgen. Diese Schriftsteller sind Vorbilder für Frieling-Autoren von heute.

Wäre Goethe heute vielleicht ein Namenlos, hätte er es seinerzeit abgelehnt, sein eigenes Werk finanziell zu fördern?

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