Nur wer wagt, gewinnt
Edgar Allan Poe veröffentlichte 1827 auf eigene Kosten einen Gedichtband, für den sich kein Verleger engagierte. Heute kostet ein Exemplar der Poeme, auf deren Titelblatt lediglich „From a Bostoner“ steht, im Antiquariat mehr als 25.000 Euro. Ohne Privatinitiative wäre einer der Wegbereiter der modernen Literatur heute unbekannt.
Lew Tolstoi musste ein kleines Vermögen aufbringen, um einen der berühmtesten Romane der Weltliteratur, „Krieg und Frieden“, auf eigene Kosten herauszubringen. Marcel Proust finanzierte seinen großen Romanzyklus „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ selbst. Obwohl er bereits Kurzgeschichten für literarische Zeitschriften verfasst hatte, galt der heute allseits anerkannte Autor seinen schreibenden Kollegen nur als „Snob“ und „literarischer Amateur“. Richard Wagner, Friedrich Nietzsche, Heinrich Mann und Hermann Hesse ließen einige ihrer Werke auf eigene Kosten verlegen. Diese Liste von Namen könnte seitenlang fortgesetzt werden.
Es zeigt sich: „Nur wer wagt, gewinnt.“ – Der Weg der Eigeninitiative hat Tradition.
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