Erinnerungen

Am rätselhaftesten ist das Sein

Tagebücher von Burkhard Grell (1934–1941)

Im Nachlass ihrer Eltern fand Uta Störmer, geborene Grell, die in Sütterlin geschriebenen Tagebücher ihres Onkels Burkhard Grell, der 1941 im Alter von 26 Jahren an der deutschen Ostfront in Russland fiel. Die Aufzeichnungen zeigen einen empfindsamen jungen Mann auf der Suche nach Selbsterkenntnis. Antworten fand er in den Schriften von Nietzsche und Hesse sowie im Austausch mit Freunden. Sein sanftes Wesen empfand er wohl als Charakterschwäche und hoffte, mit eisernem Willen dem harten Männlichkeitsideal des Nationalsozialismus entsprechen zu können. Die Tagebücher des Medizinstudenten sind geprägt vom politischen Zeitgeschehen, offenbaren aber auch innere Zerrissenheit, Sehnsucht nach Liebe, Interesse für Kunst und Kultur. Mit Selbstironie und originellen Wortschöpfungen setzt Burkhard Grell faszinierende Stimmungsbilder in Szene.

„Am rätselhaftesten ist das Sein“ zeichnet Etappen im Leben eines Menschen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts nach und gewährt nebenher Einblicke in die damaligen, heute zum Teil fremd anmutenden Moralvorstellungen. Dies kann helfen, die Väter- und Großvätergeneration noch besser zu verstehen.



Uta Störmer (Hrsg.):
Am rätselhaftesten ist das Sein
Tagebücher von Burkhard Grell (1934–1941)
Reihe: Erinnerungen
128 Seiten, Taschenbuch (Paperback)
EUR 9,90 · ISBN 978-3-8280-2872-2




Uta Störmer (Hrsg.)