Ebook lesen

Was ist ein digitales Buch? Wie kann man Ebooks lesen und welche Formate gibt es?

Eine Anmerkung vorweg:
Neue Begriffe mögen zwar die Sprache bereichern, sie können aber auch verwirren. Die Abkürzung für das Elektronische Buch (engl. electronic book) mag zwar eindeutig durch die Duden-Redaktion festgelegt (E-Book) worden sein, findet sich aber auch in anderen modernen Schreibweisen. So kann es dann auch dazu kommen, dass die Ebook-Variante des Duden beim Online-Händler paradoxerweise als „eBook“ oder „Ebook“ bezeichnet wird. Ebenso wird man bei der Google-Suche nach „Ebook“ weniger relevante Ergebnisse erzielen, als unter Verwendung der Schreibweise „eBook“.
Im folgenden Text und auf dieser Seite orientieren wir uns nicht an den aktuellen Duden-Richtlinien und verwenden die online am häufigsten verwendete Schreibweise „Ebook lesen“, auch wenn „E-Book lesen“ die orthografisch korrekte Variante wäre.

 

Was ist ein Ebook?

Bei einem Ebook handelt es sich um ein Buch, welches in digitaler Form veröffentlicht wird. Es haben sich mittlerweile zwei Formate zur Verbreitung des Ebooks durchgesetzt: das bekannte plattformunabhängige Dateiformat PDF und das anpassungsfähige EPUB-Format, das für die Nutzung mit modernen Ebook-Lesegeräten entwickelt wurde. Letzteres unterstützt außerdem die DRM-Technik, die es ermöglicht, das Ebook mit einem Kopierschutz zu versehen.

Die Geschichte des Ebooks beginnt mit der Erfindung des PDF-Formats durch die Firma Adobe, die aus PostScript das Format PDF entwickelte, den Quellcode  offenlegte und den dazugehörigen Acrobat Reader kostenlos zum Download  anbot. Damit gelang es der Firma, einen plattformübergreifenden Standard für formatierte Daten zu setzen und den Weg für die Digitalisierung des analogen Buches zu ebnen. Dieses Format hat sich besonders im PC-Bereich als wichtiges Standardformat für digitale Texte etabliert und ist ebenso als Ebook-Format weit verbreitet.

Die Erstellung einer PDF-Datei ist mit der entsprechenden Software nicht wirklich kompliziert und prinzipiell für jeden möglich. Allerdings kann das PDF-Dokument auf Ebook-Readern Probleme bei der Darstellung bereiten, da die Größe der Schrift und das Seitenformat nicht immer optimal zu kleineren Displays passen. Eine Übersicht der wichtigsten Programme, um Ebooks lesen, erstellen und verwalten zu können, finden Sie unter „Software für das Ebook“

Wo das PDF-Format an seine Grenzen gelangt, setzt das speziell für Ebooks entwickelte ePUB-Format an. Ein Ebook, veröffentlicht in diesem Format, kann sich an unterschiedliche Applikationen und Bildschirmanforderungen anpassen und bietet den großen Vorteil, dass es ein offenes Format und nicht herstellergebunden ist.
Die Verlage favorisieren – aufgrund der DRM-Fähigkeit, Variabilität und der Offenheit des Standards – das ePUB-Format für die Veröffentlichung und Verbreitung ihrer elektronischen Bücher.

 

Software für das Ebook

Wir haben hier eine kleine Auswahl nützlicher Programme zum Ebook lesen, schreiben und verwalten für Sie bereitgestellt.

Calibre
Die kostenlose Software könnte man als Multitool für Ebooks bezeichnen. Das Programm unterstützt alle gängigen Textformate für mobile Lesegeräte, darunter auch Exoten wie z. B. LRF, LIT und das alte MOBI-Format. Calibre kann nicht nur Ebooks lesen, sondern auch für die meisten digitalen Lesegeräte konvertieren. Außerdem erleichtert die Datenbankfunktion das Sortieren der Ebooks.

>> Download: Calibre (kostenlose Freeware für Windows, Mac und Linux)

Adobe Digital Editions
Adobe Digital Editions ist ein Ebook-Reader im Flash-Format. Sie können Bücher im PDF- und ePUB-Format verwalten und lesen. Die Software wird oft auch für DRM geschützte Ebooks benötigt.

>> Download: Adobe Digital Editions (kostenlose Freeware für Windows, Mac und Linux)

EPUBReader
Wer ohne größeren Aufwand ein Ebook lesen will, das im ePUB-Format ausgeliefert wurde, kann zu dem EPUBReader greifen. Es handelt sich dabei um eine Erweiterung für den Browser Firefox, mit dem man ePUB-Dateien direkt im Browserfenster lesen kann und sich somit langwierige Installationen spart.

>>Download: EPUBReader (kostenlose Freeware, Mozilla Firefox-Addon)

Adobe Reader
Die Standard-Software des PDF-Erfinders zum Lesen, Durchsuchen, Kommentieren und Drucken von PDF-Dateien.

>>Download: Adobe Reader (kostenlose Freeware für Windows, Mac und Linux)

Foxit PDF Reader
Das kostenlose Programm ist eine gute Alternative zum Ressourcen hungrigen PDF-Reader von Adobe, weil es deutlich schlanker, schneller und RAM-schonender ist. Mit einigen Dateien hat es noch seine Probleme, aber das dürfte sich zukünftig ändern.

>>Download: Foxit Reader (kostenlose Freeware für Windows)

OpenOffice.org
Die kostenlose Office-Suite ermöglicht standardmäßig die Ausgabe der Dokumente als PDF-Datei und ist für alle gängigen Betriebssysteme verfügbar.

>>Download: OpenOffice.org (kostenlose Office-Suite für Windows, Mac und Linux)

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