09. August 2012: Internationaler Tag der indigenen Völker

18.07.2012

Unser Buchtipp: Agata Moyas „Sayos grosser Traum"

 

Um die Leistungen der indigenen Bevölkerung, z. B. für den Umweltschutz, zu würdigen, aber auch um auf ihre Probleme und Rechte  aufmerksam zu machen, findet weltweit am 9. August der Tag der indigenen Völker statt. Die Generalversammlung der UN beschloss 1994, diesen Tag einzuführen. 

Als indigen werden Gruppen bezeichnet, die von einer sehr frühen Bevölkerung abstammen und nach traditionellen Bräuchen und Konventionen leben. Zu diesen Gruppen zählen zum Beispiel die Aborigines und die Indianer. Viele Indigene bilden in den Ländern, in denen sie leben, eine Minderheit und werden unterdrückt. Ihr Lebensraum ist zudem häufig durch die Folgen der industriellen Nutzung des Landes bedroht. In Südamerika wird vielen indigenen Gruppen durch die Abholzung des Regenwaldes die Lebensgrundlage genommen.


Buchempfehlung:

 

Auf diese Problematik macht auch die Frieling-Autorin Agata Moya mit ihrem Kinderbuch „Sayos grosser Traum“ aufmerksam: Der Indiojunge Sayo wächst in einem kleinen Dorf nahe dem Regenwald auf, wo man nach alten Traditionen lebt. Eines Tages beschließt er, das Dorf zu verlassen und die Welt jenseits des verbotenen Baches kennen zu lernen. 

Dort erwartet ihn der Grosse Wald. Mithilfe seines Freundes Tuctuc, eines Tukan-Vogels, lernt er, sich im Wald zurechtzufinden, und begreift, dass hier jedes Tier seinen Platz und seine Aufgabe hat. Doch die Naturharmonie wird durch Fremde, die eine Straße durch den Wald bauen wollen, gestört. Sayo und seine neuen Freunde beginnen, für den Wald zu kämpfen.

Ein Kinderbuch, dass das Bewusstsein für das Verhältnis zwischen Mensch und Natur sensibilisiert und die Gefährdung der Indios durch den Raubbau am Regenwald in den Fokus nimmt. 

 

Agata Moya:
Sayos großer Traum

Eine Erzählung aus dem Regenwald
Illustrationen von Eva Luna Renold
Reihe: Kinderbuch
64 Seiten, Hardcover mit Fadenheftung
EUR 24,90 · ISBN 978-3-8280-2883-8