1989 – Ein Jahr des Umbruchs und der Hoffnung

18.09.2009

Eröffnung der Ausstellung am 4. Oktober 2009 im Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR

Die Ausstellung stellt die Erzählungen, die im Rahmen des Zeitzeugenpreises Berlin-Brandenburg entstanden sind, in einen zeitgeschichtlichen Kontext und zeigt neben individuellen Zeugnissen Fotografien, Plakate, Flugblätter und Zeitungen.

Die Zeit von 1989 bis 1990 umfasst wie im Zeitraffer öffentliche Ereignisse und individuelle Erlebnisse und Perspektiven, die Gegenstand einer Ausstellung im Eisenhüttenstädter „Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR“ sind.

Binnen einer Spanne von nur wenig mehr als einem Jahr  – von den Wahlen im Mai 1989 bis zur Währungsunion am 1. Juli 1990 – hat sich im Osten Deutschlands eine politische und gesellschaftliche Situation entwickelt, die von einer verbreiteten Stagnation in der DDR zur deutschen Einheit führte.

Im Rückblick ist die Erinnerung an diese Zeit auf wenige Ereignisse fokussiert, besonders die Leipziger Montagsdemonstrationen im Oktober 1989 oder die Öffnung der Berlin Mauer am 9. November 1989. Aber diese Fokussierung ist im wesentlichen durch die Medien bestimmt und spiegelt nicht annähernd die Komplexität der damaligen Situation. Für heutige Betrachter, vor allem Jugendliche, muss das Bild der Friedlichen Revolution und der Demokratiebewegung in der DDR deshalb fremd wirken und ein Verständnis scheint am besten über einen Zugang über individuelle Zeugnisse möglich.

Die Ausstellung „1989 – Ein Jahr des Umbruchs und der Hoffnung“ stellt zehn autobiographische Erzählungen in den Mittelpunkt. Sie beschreiben jede für sich eine individuelle Sichtweise und Rückblende auf die Zeit des Mauerfalls. Die Erzählungen gehen teils weit zurück bis in die 60er Jahre und sind eng verbunden mit der Lebenswelt der Autorinnen und Autoren aus Berlin und Brandenburg, aus Ost- und West. Die Ausstellung entstand in Kooperation mit dem Zeitzeugenpreis Berlin-Brandenburg und dem Stadtgeschichtlichen Museum Spandau sowie mit Unterstützung des Archiv für Kunst und Geschichte (akg-images), des Deutschen Rundfunkarchivs Potsdam-Babelsberg und mit Förderung von Kulturland Brandenburg 2009 „Freiheit, Gleichheit, Brandenburg“ und der Brandenburgischen Landeszentrale für politische Bildung.

Die Ausstellung wird am 4. Oktober 2009 eröffnet und bis 3. März 2010 im Eisenhüttenstädter Dokumentationszentrum Alltagskultur zu sehen sein. Im Anschluss wandert sie nach Berlin, wo sie vom 19. März bis 16. Mai im Stadtgeschichtlichen Museum in der Zitadelle Spandau zu sehen sein wird.

 
4.10.2009 bis 7.3.2010
im Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR
Erich-Weinert-Allee 3, Eisenhüttenstadt

geöffnet:
Di.–Fr. 13–18 Uhr
Sa, So, Feiertag 10–18 Uhr
(außer Heiligabend, Silvester, Neujahr)
www.alltagskultur-ddr.de

Anfahrt:
Regionalexpress 1/ 11 bis Bahnhof Eisenhüttenstadt
Bus 454/457 bis Haltestelle Postamt
5 Minuten Fußweg

 

19.3.2010 bis 16.5.2010
im Stadtgeschichtlichen Museum Berlin-Spandau
Zitadelle, Am Juliusturm

geöffnet:
Mo.–So. 10-17 Uhr
www.zitadelle-spandau.de