Gedicht des Monats September

15.09.2012

Ein Gedicht aus dem Lyrikband von Diethard Volker Klann „Hinein in die Nacht“

 

Sommernacht


Der Weg tief nächtig und lang.
Die Bordsteine blühend bekränzt.
Gedämpfter Grillengesang
Von stillen Ahnungen umgrenzt.

Dunkel in sich gerundet
Sinken die Himmel sacht nieder.
Wasser, das Göttern mundet,
Wird Tau auf duftendem Flieder.

Scheues Hauchen dringt wehend
Aus raschelndem Gebüsch hervor.
In Rundungen zergehend
Löst auf sich grauer Wolkenflor.

Unbekannte Weisheit quillt
Jetzt aus verborgenen Quellen.
Und Sehnsüchte halb gestillt
Schweben auf in tausend Wellen.


Diethard Volker Klann:
Hinein in die Nacht

Gedichte
Reihe: Lyrik
304 Seiten, Taschenbuch (Paperback)
EUR 23,90 · ISBN 978-3-8280-3036-7

 

Am 25. September 2012 können Sie Herrn Klann live im Literaturhaus Berlin erleben.

Hier erfahren Sie mehr zur Lesung „Metamorphosen“ im Literaturhaus Berlin.