Gedicht des Monats

05.05.2009

Zielvorgaben

Die Menschen leben in den Tag hinein,
Sie haben keine oder wenig’ Ziele.
Doch ohne Ziele darf der Mensch nicht sein,
Und Ziele gibt es doch erstaunlich viele.

Und hat man sich sein erstes Ziel gesetzt,
Auch wenn damit gewaltig Streß verbunden,
Wird man von ander’n höher eingeschätzt,
Egal, ob man sein Ziel dann auch gefunden.

Das Wichtigste: Man fühlt sich selbst als Mann,
Und nicht nur als ein Abziehbild der Götter,
Man weiß, dass man sich Ziele setzen kann
... und tut es, zur Enttäuschung aller Spötter.


Aus:
Fritz Köhler:
Wir fressen fröhlich immer wieder Aas
... und andere liebe, menschliche Angewohnheiten in Versform
Reihe: Lyrik
160 Seiten, Taschenbuch (Paperback)
EUR 8,90 · ISBN 978-3-8280-2700-8