Gedicht des Monats September
Walter Stübinger:
Sommerwind bleibt stehen
als ich im Garten
unter dem
Zwetschgenbaum lag
flog er leise rauschend hinzu
der Sommerwind
und blieb stehn
das ist selten
denn stets hat er’s eilig
sein Weg ist lang über
Berge, Meere und Länder
deren Namen dir oft
nicht bekannt.
Er grüßte mich freundlich
und fragte nach meinem Befinden
hörend meine Geschichte
kühlte sein Atem
Gesicht mir und Wunde
„im nächsten August
da komme ich wieder
und du hast alles
vergessen“ klang
seine säuselnde Stimme.
Das Rauschen verklang
eine blaue Frucht von dem Baum fiel
als Gruß mir von ihm
ins Gesicht.
Aus:
Der Himmel faengt am Boden an
Gedichte
Reihe: Lyrik
64 Seiten, Taschenbuch (Paperback)
EUR 6,00 · ISBN 978-3-8280-2641-4
Im Frieling-Verlag erschien von Walter Stübinger bereits der Erzählband „Das Staunen der Kinder. Geschichten von Eva und Jakob“.
