Geschichten vom Leben in Berlin und Brandenburg
Großer Zuspruch beim Zeitzeugenpreis: Der Schreibwettbewerb vermittelt Einblicke in sehr persönliche Erlebnisse und Erfahrungen
Was ist das besondere daran, ein Berliner oder Brandenburger zu sein? Was macht das Leben hier so interessant? Und was wird mitunter kritisiert?
Diese und viele weitere Fragen haben mehr als hundert Autorinnen und Autoren in ihren Beiträgen beantwortet, die beim Zeitzeugenpreis Berlin-Brandenburg eingereicht wurden. Die Artikel des Schreibwettbewerbs sind damit auch Dokumente zur Lebensqualität und des Wandels in der Region. In vielen Einsendungen geht es um Lebensgeschichten: die Kindheit im großen Berlin oder in den kleinen Dörfern Brandenburgs, die Historien von Familien oder die Schicksale zwischen Ost und West. So wurde z.B. über Erlebnisse während einer S-Bahn-Fahrt geschrieben, auf der Transitstrecke zwischen West-Berlin und dem Bundesgebiet oder vom Umzug von Jüterbog nach Ost-Berlin. Auch Zugezogene berichten über ihr Ankommen in der Region.
Die beiden Schirmherren des Zeitzeugenpreises, der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, und der Ministerpräsident von Brandenburg, Matthias Platzeck, dürfen gespannt sein: Derartige Einblicke in die An- und Einsichten ihrer Mitbürger haben sie sicher noch nie zu lesen bekommen. Und da sich sogar Autoren beteiligt haben, die jetzt in Bayern, Hamburg, Hessen und Niedersachsen leben, wird auch eine Sicht auf das Leben in der Region aus einer Distanz ermöglicht.
Mal schreibt ein Feuerwehrmann über seine Erfahrungen als Neu-Berliner, mal berichtet eine Sozialpädagogin vom Studentenleben in den sechziger Jahren und ein Lehrer beleuchtet die Kunstszene in Berlin. Alle eingereichten Beiträge künden von persönlichen Erlebnissen und Erfahrungen. Auch unter historischen Aspekten sind sie wertvoll, weil sie häufig in geschichtlichen Kontexten stehen.
„Beim Schreibwettbewerb geht es vor allem darum, dass sich Menschen mit ihrer Lebensgeschichte auseinandersetzen. Sie schaffen damit viele unterschiedliche Beiträge zum Kulturgut“, sagt Dr. Johann-Friedrich Huffmann (Frieling-Verlag Berlin), der den Zeitzeugenpreis Berlin-Brandenburg 2005 ins Leben gerufen hat.
Am 22. Juni 2011 werden während einer Preisverleihung im Roten Rathaus von Berlin die Gewinner vom Zeitzeugenpreis verkündet. Sie werden dann ihre Beiträge erstmals einem großen Publikum vorstellen. Und nach dem Festakt werden diese Beiträge zusammen mit anderen interessanten Arbeiten in einer Anthologie veröffentlicht. So können dann alle Berliner und Brandenburger nachlesen, was das Leben in der Region so einzigartig macht.
Weitere Informationen zum Zeitzeugenpreis Berlin-Brandenburg finden Sie im Internet unter www.zeitzeugenpreis.de.
