Ich sehe was, was du nicht siehst
Eine Werkschau von Künstlerinnen und Künstlern mit Autismus
Die Initiative „akku – Autismus, Kunst und Kultur“, die gemeinsam mit dem Verein „Autismus Deutschland e. V.“ 2007 ins Leben gerufen wurde, setzt es sich zum Ziel, Kunst und kulturelle Ausdrucksformen von Künstlerinnen und Künstlern mit Autismus zu fördern. Vor allem aber will die Initiative Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit leisten, um Kunst autistischer Künstlerinnen und Künstler ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.
So initiierte „akku“ die Ausstellung „Ich sehe was, was du nicht siehst“, die vom 29. Mai bis zum 20. Juni 2010 in der documenta-Halle in Kassel statt findet.
188 Künstlerinnen und Künstler mit Autismus folgten dem vorangegangenen Aufruf, eigene Kunstwerke einzuschicken. Die Jury entschied sich letztendlich dafür, alle bisherigen Einreichungen auf der Ausstellung zu präsentieren. Einerseits um das 40-jährige Jubiläum des Vereins „Autismus Deutschland e. V.“ zu würdigen und andererseits, um einen umfassenden Überblick über die große Vielfalt autistischer Künstler und Künstlerinnen in Deutschland zu bieten.
Das Projekt wird gefördert durch die „Deutsche Behindertenhilfe - Aktion Mensch e. V.“ und den „BKK Bundesverband“.
Das Programm und alle wichtigen Informationen zur Ausstellung finden Sie auf der dazugehörigen Homepage >> www.ichsehewas.de.
Unsere Buchtipps zum Thema Autismus
• Autismus gilt gemeinhin als unheilbar. Gisa Anders schildert ihre Erfahrungen als Mutter eines autistischen Sohnes. Zunächst als Spätentwickler eingestuft, wandeln sich Dirks Verhaltensauffälligkeiten bald in starke Verhaltensstörungen.
Mit therapeutischer Hilfe, großem Engagement und viel Liebe gelingt es der Mutter, seine Entwicklung positiv zu beeinflussen. Ein langwieriger und für beide Seiten schwieriger Lernprozeß führt schließlich zu einem wunderbaren Ergebnis.
Die Autorin will mit ihrer Veröffentlichung Verständnis fördern für jene – eben nicht unheilbar – „zum Schweigen Verurteilten“.
Ihr Sohn Dirk zeichnete die Bilder.
• Franz ist schwer körperbehindert und kann nicht sprechen – in diesem Buch, herausgegeben von seinem Vater, erzählt er seine Lebensgeschichte.
Als Achtjähriger begann er, mit Hilfe der „Gestützten Kommunikation“ sich auf einer Schreibmaschine zu äußern.
Über einen Zeitraum von mehr als 30 Jahren entstand auf diese Weise eine Autobiografie: voller Emotionalität, gepaart mit Witz und, später, einem ausgeprägten Sinn für Erotik.
