Jury lobt Qualität der Beiträge beim Zeitzeugenpreis
Schreiben über „20 Jahre Mauerfall“ – Preisverleihung Ende März
Engagierte Diskussionen haben die Jurysitzung des Zeitzeugenpreises bestimmt. „Bei vielen Beiträgen lag die Qualität so dicht beieinander, dass die Juroren für ihre persönlichen Favoriten hart kämpfen mussten“, berichtet Dr. Johann-Friedrich Huffmann. Der Verleger und Initiator des Schreibwettbewerbs ist besonders stolz darauf, dass sich für das Thema „20 Jahre Mauerfall“ besonders viele junge Teilnehmer engagiert haben.
„Am 31. März werden wir in einem Festakt im Roten Rathaus von Berlin die Gewinner bekannt geben“, so Dr. Huffmann. „Heute kann ich nur so viel verraten: Es werden alles Frauen sein.“ Dieses Ergebnis verwundert wenig, wenn man weiß, dass sich erstmals überproportional viele Frauen am Zeitzeugenpreis beteiligt haben. Mehr als zwei Drittel der eingereichten Arbeiten stammen aus den Federn von Autorinnen.
Dennoch haben weder Geschlecht, noch Beruf, Herkunft oder andere Aspekte bei der Beurteilung der Arbeiten eine Rolle gespielt, sondern einzig deren Authentizität. Alle Beiträge wurden anonymisiert und erhielten Nummern. Allenfalls aus der Lektüre heraus hätten die Juroren darauf schließen können, ob es sich um einen männlichen oder weiblichen, um einen jüngeren oder älteren Autoren handeln könnte. Doch da neben persönlichen Erlebnisberichten, die beim Zeitzeugenpreis bislang besonders häufig eingereicht wurden, diesmal auch viele andere Erzählformen vertreten waren, spielten diese Fakten keine Rolle.
„Wenn mich eine Geschichte fesselt, dann mache ich mir über die Person des Autors erst später Gedanken“, gesteht Jury-Mitglied Dr. Andreas Ludwig vom Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR. Er plant, einige der Beiträge im Herbst in seine Ausstellung „20 Jahre Mauerfall“ einzubeziehen.
Edzard Reuter, Sohn des legendären Berliner Bürgermeisters Ernst Reuter und Ehrenbürger der Stadt, ist in diesem Jahr prominentes Jurymitglied. Er lobt: „Die Mehrzahl der Beiträge befasst sich in besonders eindrucksvoller Weise mit dem Zusammenwachsen zwischen Ost und West. Sie zeigen, dass die Menschen davon viel tiefer und intensiver berührt sind, als manche Medien dies wahrhaben wollen.“ Und Verleger Dr. Huffmann ergänzt: „Wir werden das herausstellen, wenn während der Preisverleihung aus den Arbeiten vorgelesen wird.“
Die Jury des Zeitzeugenpreises Berlin-Brandenburg:
Edzard Reuter (ehem. Vorstandsvors. Daimler Benz AG, Ehrenbürger Berlins),
Dr. Otto Lampe (Protokollchef beim Regierenden Bürgermeister von Berlin),
Dr. Martina Weinland (Stiftung Berliner Stadtmuseum),
Dr. Andreas Ludwig (Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR),
Dr. Helmut Trotnow (AlliiertenMuseum),
Thessi Aselmeier (Zeitzeugenbörse Berlin),
Dr. Martina Weyrauch (Landeszentrale für politische Bildung Brandenburg),
Ulli Zelle (Rundfunk Berlin-Brandenburg).
Kathrin Kowarsch (Frieling-Verlag Berlin),
Weitere Informationen im Internet unter www.zeitzeugenpreis.de.
