Welttag des Buches
Insider-Tipps zum 23. April 2009
„Bücher sind wie Menschen: sie wollen verstanden, bewertet und vor allen Dingen geliebt werden“, hat einst Hermann Hesse geschrieben. Und Arthur Schopenhauer befand: „Bibliotheken sind allein das sichere und bleibende Gedächtnis des menschlichen Geschlechts.“ Denn, „ein Buch widersteht der Zeit, wenn sie nachrückend es in sich aufnimmt“ (Thomas Mann). Zum Welttag des Buches am 23. April mag es wohl keine besseren Beispiele für die Bedeutung des Buches geben, als diese drei Zitate berühmter Schriftsteller und Literaten.
Diese Zitate und hunderte weitere hat Margarete Rehm zusammengetragen – 720 Aussagen von 350 Autoren – viel zum Lobe des Buches und einiges an kritischen Einwänden. Immer aber erhellende Erkenntnisse, eine Fundgrube neuer Gedanken und Aphorismen. Oder, wie es George Bernard Shaw formulierte: „Wie kann man denken ohne Bücher?“
Margarete Rehm (Hrsg.): „Buch und Lesen im Urteil der Zeiten“. Zitatensammlung aus der Frieling-Reihe Literaturwissenschaft (208 Seiten, Taschenbuch, Paperback, EUR 7,40. ISBN 978-3-8280-0963-9).
Nicht minder faszinierend sind die Erinnerungen von Siegfried Günther an die entbehrungsreiche Nachkriegszeit. Nicht der tägliche Kampf um Lebensmittel oder Heizmaterial interessierten ihn, sondern einzig der Aufbau seiner Privatbibliothek. Diese Sehnsucht, die den Autor nicht mehr los lies, und die Freude, die ihm geschenkt wurde, beschreibt er eindrucksvoll in „Meine Freunde, die Bücher“.
Siegfried Günther: „Meine Freunde, die Bücher“. Aus dem Leben eines Büchernarren; aus der Frieling-Reihe Erfahrungen (48 Seiten, Taschenbuch, Paperback, EUR 6,00. ISBN 978-3-8280-2373-4).
In Büchern hat Christel Hanslik Zuflucht gesucht und Trost gefunden. Sie haben ihr geholfen, als kleines Mädchen die Tortur des Krieges zu ertragen. Darüber berichtet sie in „Kriegsangst und Nachkriegsnot“. Bücher haben ihr auch später die Kraft gegeben, ihre Erinnerungen aufzuarbeiten. Sie fing an zu schreiben, hat inzwischen acht Lyrik-Bücher veröffentlicht und landete mit ihren Arbeiten mehrfach unter den zehn besten Autoren beim Schreibwettbewerb, dem Zeitzeugenpreis.
Christel Hanslik: „Kriegsangst und Nachkriegsnot (1943-1946) Wider das Vergessen“; aus der Frieling-Reihe Erinnerungen (176 Seiten, Taschenbuch, Paperback; EUR 8,90. ISBN 978-3-8280-2267-6).
Zum Welttag des Buches waren dies drei Empfehlungen aus dem vielseitigen Angebot des Frieling-Verlags. Zu allen Werken passt die Feststellung des französischen Theaterautors René Charles Guilbert de Pixérécourt, der nichts hinzuzufügen ist: „Ein Buch ist ein Freund, der nie enttäuscht!“
