Wilhelm Schlemmer
Der 1938 in Naumburg an der Saale geborene Autor wuchs in Leipzig auf. Weil er nach der achten Klasse wegen „negativer gesellschaftlicher Haltung“ aus der Schule entlassen wurde, absolvierte er zunächst eine Handwerkerlehre und nahm danach ein Studium der Theologie am Theologischen Seminar Leipzig auf. Anschließend war er Gemeindepfarrer in Lobsdorf (nebenamtlich zugleich Studentenpfarrer in Glauchau) und in der Leipziger Michaelisgemeinde. Er ging einem Lehrauftrag am Theologischen Seminar Leipzig nach und war von 1982 bis 1993 Superintendent in Freiberg (Sachsen). In dieser Funktion leitete er in der Wendezeit 1989/90 den Runden Tisch. Wilhelm Schlemmer war von 1994 bis 2003 Oberkirchenrat beim Bevollmächtigten der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in Bonn und Berlin. Ehrenamtlich tätig ist er für UNICEF, im Deutschen Nationalkomitee für Denkmalschutz, im Haus der Geschichte (Bonn und Leipzig) und seit dem Ruhestand auch in der Gemeinde Schulzendorf bei Königs Wusterhausen. Er kann auf zahlreiche Veröffentlichungen in theologischen Fachzeitschriften verweisen. 2003 verlieh ihm Bundespräsident Johannes Rau das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse.
