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IRLAND – Sitten, Gebräuche und Landestypisches



Geburt in Irland

In Irland ist es üblich, während der Taufe etwas von der obersten Schicht der Hochzeitstorte der Eltern über den Kopf des Babys zu streuen. Dies gilt als Symbol für den Kreislauf des Familienlebens. 


Hochzeit in Irland 

In Irland gibt es eine Tradition zur Gleichberechtigung beim Hochzeitsantrag: Am 29. Februar, dem sogenannten Leap-Day, dürfen nur die Frauen den Männern einen Heiratsantrag machen.

Auch in Sachen Hochzeitsreise haben die Iren eine Tradition: Ihre „Honeymoon“-Reise durch Europa beginnt und endet in Irland. Wussten sie eigentlich, dass die Bezeichnung „Honeymoon“ daher rührt, dass ein irischer Brauch den frischgebackenen Eheleute gebietet, einen Monat lang Met (Honigwein) zu trinken? Dieser Brauch brachte den Flitterwochen den Namen „Honeymoon“ ein. 

In Irland werden Braut und Bräutigam auf dem Weg zur Kirche mit kleineren und größeren Gaben beworfen, darunter außer Reis auch ganze Töpfe und Pfannen sowie andere Haushaltsgegenstände. 


Tod / Beerdigungsriten / Trauer in Irland

Jede Beerdigung in Irland hat einen kirchlichen und einen weltlichen Teil. Der kirchliche Teil beginnt damit, dass die „sterblichen Reste“ des Toten vom Sterbehaus bzw. dem Krankenhaus in die Kirche gebracht werden. Dies geschieht am Abend in Anwesenheit des Pfarrers, es werden Gebete vorgetragen und der Sarg bleibt die ganze Nacht in der Kirche. 

Dazu gehört noch dieser weltliche Teil: Am Abend nach dieser Überführung wird in einem benachbarten Pub gefeiert und oft viel Alkohol getrunken.

Am nächsten Morgen findet dann die Beerdigung statt. Bei der Totenmesse übernehmen Familienmitglieder Lesungen, der Sarg wird vor dem Altar gesegnet und beweihräuchert. Anschließend geht das Trauergeleit auf den Friedhof. Am Grab gibt es erneut Gebete und Segnungen, dann verabschieden sich alle. Damit ist der kirchliche Teil vorüber.

Nach der Beerdigung geht man zusammen in einem Pub oder Restaurant essen. Die Stimmung wendet sich von Trauer zu Heiterkeit. Tatsächlich sehen sich viele entfernte Familienmitglieder häufig nur auf Beerdigungen und tauschen Neuigkeiten aus.

Am Ende des Abends, wenn man meist wieder zu Hause ist, kommt gelegentlich noch der Pfarrer vorbei und es wird gemeinsam Whiskey getrunken und das Gespräch wird rege. Wahrscheinlich spricht man, um die Trauerfamilie abzulenken, nicht über den Verstorbenen.  


Feste und Feiertage in Irland

In Irland feiert man am 17. März den St. Patrick’s Day – den irischen Nationalfeiertag. Dabei verwandelt sich das ganze Land in ein riesiges Fest zu Ehren des Nationalheiligen St. Patrick. Doch nicht nur in Irland wird dieser Tag gefeiert, sondern auch an zahlreichen Orten rund um den Globus, an denen die Nachfahren irischer Auswanderer leben. 

Bei der Dekoration dominiert die Farbe grün. Die große Feier am St. Patrick’s Day findet in Dublin statt. Die Festaktivitäten ziehen sich meist über mehrere Tage und zu ihren Höhepunkten zählt das Skyfest, bei dem es ein gigantisches Feuerwerk gibt. Zudem wird musiziert und eine Parade veranstaltet. Hierbei handelt es sich um einen festlichen Umzug, der jedes Jahr unter einem anderen Motto steht, durch die Straßen von Dublin zieht und die feierfreudigen Iren begeistert. 


Landestypisches / Skurriles aus Irland 

  • Wer in Irland seinen Geburtstag feiert, muss mit einer Tradition der etwas anderen Art rechnen: Dort ist es Brauch, das Geburtstagskind kopfüber in die Luft zu heben und den Kopf dabei leicht auf den Boden zu klopfen – angeblich soll das Glück bringen. Und wer bei der Feier zu tief ins Glas schaut, der steckt seinen Kopf am besten bis zum Hals in den feuchten Flusssand, denn die Irländer glauben, dass dies das beste Heilmittel gegen Kater ist.   
  • Einer der bekanntesten Schiffe aller Zeiten wurde in Irland gebaut. Wer jetzt an die Titanic denkt, liegt genau richtig. Nur für eine kurze Dauer war das Schiff auf dem Meer, bis es 1912 wegen eines Eisberges unterging. Immerhin: der Film "Titanic" wurde zu einer der erfolgreichsten Filme der Geschichte.
  • Wer hätte das gedacht? In Irland ist die Anzahl der Handys größer, als die Bevölkerungsanzahl des Landes. Telefonieren scheint für die Irländer zu einer Lieblingsbeschäftigung geworden zu sein.