Frieling-Verlag Berlin

Verlag sucht Autoren

Berke, Nil

Nil Berke wurde 1937 in Istanbul geboren, wo sie eine behütete Kindheit verlebte. Die meisten Jahre ihrer Schulzeit bis zum Abitur wohnte sie mit ihren Eltern in Ankara. Dort begann sie ein Physikstudium, das sie aber relativ schnell abbrach, um in Braunschweig Architektur zu studieren. Die Autorin wurde Diplom-Ingenieurin und arbeitete anschließend über ein Jahrzehnt als Architektin, bevor sie Lehrerin an einer Berufsschule in Hannover wurde. 33 Jahre lang erteilte Nil Berke zudem Türkisch-Unterricht an der Volkshochschule – hierfür gab sie sogar ein eigenes Lehrbuch heraus. Kaum im Ruhestand studierte die Autorin Religions- und Politikwissenschaft und schloss das Studium mit dem Titel der Magistra Artium (M.A.) ab. Unmittelbar danach begann sie, das Buch „Meine Mutter Selma“ zu schreiben.



Meine Mutter Selma

Biografie 

Selma war eine starke und faszinierende Persönlichkeit - weltoffen und herzlich, die ihren eigenen Weg durch Veränderungen, Kriege und Reformen ging. Nil Berke porträtiert in ihren Erinnerungen ihre Mutter Selma und erzählt vom Leben in der Türkei des 20. Jahrhunderts, einem Land, das zunächst noch osmanisches Reich war und dann später zur Republik Türkei wurde. 
Im Mittelpunkt steht die Protagonistin mit ihren Ansichten, Erlebnissen, Entscheidungen und ihrem Glauben, die ein für ihren Stand und ihre Generation in der Türkei typisches Leben führte. Umrahmt wird Selmas Geschichte von der Kindheit ihrer beiden Töchter Sel und Nil, eingeflossen sind viele Anekdoten aus dem Leben der Familie und von Freunden. 
Mit ihrem Buch möchte die Autorin gleichzeitig allgemeine Vorurteile korrigieren, die in Deutschland über die Türkei und ihre Menschen herrschen. Weder bestehe das Land nur aus Anatolien mit seinen Bauern, noch sei der Islam ein Feind der Allgemeinbildung. Auch gab es im Osmanischen Reich keine Religionskriege wie im Mittelalter in Europa, vielmehr haben die muslimischen Osmanen das Land tolerant, offen für alle Religionen und Sprachen regiert und dafür gesorgt, dass alle friedlich miteinander leben konnten.
Ein Tribut an die starke Frau und an die Mutter Selma in einer faszinierend erzählten Familienchronik und zugleich ein Aufruf zu mehr Verständnis, Toleranz und Weltoffenheit.


404 Seiten • Hardcover • EUR 24,90

ISBN 978-3-8280-3411-2

-> Dieses Buch bestellen

-> Eine Rezension zu diesem Buch schreiben

Leserstimme zu "Meine Mutter Selma":

Für mich stellt das Werk eine um die Freundes- und Bekanntenkreise erweiterte Familienchronik dar, in deren Mittelpunkt die Mutter Selma steht. Die Ehrerbietung der Autorin ihrer Mutter gegenüber durchzieht das gesamte Buch. Der Leser wird in die Familiensituation sowie den umfangreichen Freundes- und Bekanntenkreis einbezogen und entwickelt nach und nach eine Sympathie gegenüber der bemerkenswerten Titelfigur.

Die dargestellten Abbildungen runden die geschilderten Geschehnisse in geeigneter Weise ab.

Unverkennbar ist das Bestreben durch Bildung Anerkennung und sozialen Aufstieg zu gewinnen. Eine Parallele zum Bildungsbürgertum in Mitteleuropa ist erkennbar.

Neben den familiären Ereignissen bietet das Werk aber auch Einblicke in den politisch positiven Wandel der Türkei im 20. Jahrhundert. Es ist insoweit ein weiteres typisches Beispiel für die vergleichsweise raschen Veränderungen eines Staates nicht nur in politischer sondern auch in gesellschaftlicher Hinsicht. Solche Entwicklungen sind sowohl in positiver als auch in negativer Art weltweit festzustellen. Ein Vergleich mit der aktuellen Veränderung der Türkei ist naheliegend. 

>> Buch veröffentlichen