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Weihnachtsgeschichten schreiben



Wie jedes Jahr kommt Weihnachten dann doch wieder schneller als gedacht und man hat frustrierender Weise erst wenige Punkte auf der To-Do-Liste abhaken können. Steht bei Ihnen eventuell auch darauf, dass Sie dieses Jahr endlich eine Geschichte zu Ende schreiben wollen? Vielleicht haben Sie zu viele Ideen und wissen gar nicht, wo Sie beginnen sollen oder Sie stecken doch schon mittendrin. 

Für alle, die aus ihren Schreibprojekten mal kurz ausbrechen wollen oder den Anreiz brauchen, ein neues zu starten, haben wir hier einen hübschen Vorschlag. 
Wie wäre es mit einer kleinen Weihnachtsgeschichte? Für Sie haben wir ein paar Ideen zusammengetragen, die Ihr Autorenherz ansprechen und die Fantasie anregen sollen. 

Dafür wollen wir Ihnen beispielhaft zeigen, wo und wie Sie das Weihnachtliche in Ihre Geschichte einfließen lassen können.


Wahl der Figuren für eine Weihnachtsgeschichte

Bei jeder Geschichte ist es im Vorfeld wichtig und sinnvoll, sich authentische Figuren und deren Eigenschaften auszumalen und sich diese sicherheitshalber irgendwo zu notieren, damit sie im Laufe der Erzählung nicht plötzlich variieren oder gar verschwinden.

Dahingehend unterscheidet sich eine weihnachtliche Geschichte noch nicht von einer ganz normalen, einfachen, nicht-weihnachtlichen. Das kann sich jedoch schon durch die Wahl der Charaktere ändern. In Ihrer Weihnachtsgeschichte soll vielleicht die Weihnachtsfrau, ein Weihnachtself oder das Lebkuchenmännchen in die Rolle der Hauptfigur schlüpfen. Auch das ist natürlich kein verbindliches Kriterium für eine Weihnachtsgeschichte, denn an Weihnachten finden oftmals Familienmitglieder zusammen, die keine fantastischen Fähigkeiten aufzeigen oder Symbolfiguren des Weihnachtsfestes sind.


Welche Konflikte könnten in einer Weihnachtsgeschichte thematisiert werden?

Beinahe jeder hat es selbst schon einmal erlebt oder zumindest davon gehört, dass sich Familienmitglieder sowie Paare darüber uneinig sind, was gegessen wird, bei wem die Bescherung stattfindet oder was man bestimmten Personen schenken soll. Die genannten Konflikte beziehen sich beispielsweise nur auf die Vorweihnachtszeit, während es am Heiligen Abend selbst und auch an den Tagen danach genauso gut zu Streitigkeiten und Unzufriedenheit kommen kann. Jeder Mensch streitet anders, weshalb der Austragung solcher Konflikte keine Grenzen gesetzt werden müssen.

Friedliebende Menschen sind an dieser Stelle sicherlich innerlich zusammengezuckt. Natürlich muss Ihre Weihnachtsgeschichte nicht den größten Familienstreit des Jahrhunderts thematisieren oder andere unangenehme Konflikte beinhalten. Auch besinnliche Geschichten können durch bildlich beschriebene Atmosphäre, Handlungen, die von Nächstenliebe zeugen, oder den Ausdruck von Freude und Dankbarkeit für ein friedliches Fest durchaus an intensiver Weihnachtlichkeit gewinnen.


Motive und Gegenstände einer Weihnachtsgeschichte

Lebkuchen und Plätzchen, Rentiere und Schneemänner, Tannenbaum und Schlitten, eine heiße Schokolade und Glühwein, all diese Dinge können mit der Weihnachtszeit assoziiert werden und in Ihrer Geschichte ganz nebenbei genannt dazu beitragen, dass sich Lesende in die Weihnachtszeit versetzt fühlen, ohne dass es ausdrücklich erwähnt werden muss.

Bräuche und Traditionen, aber auch besondere Ereignisse wie die schon immer erträumte Liebeserklärung oder der Heiratsantrag unter dem Weihnachtsbaum, können Ihrer Weihnachtsgeschichte eine ganz persönliche Note geben und damit die Einzigartigkeit Ihrer Geschichte steigern. Haben Sie schon daran gedacht, Ihre Geschichte im Kreis Ihrer Familie an Heiligabend vorzulesen und ihr damit ein ganz besonderes Geschenk zu machen?

Sollte Ihnen das zu normal erscheinen und Sie suchen eher nach etwas, das außergewöhnlicher ist, haben wir hier noch ein paar Denkanstöße: 

Warum nicht mal Weihnachten aus der Perspektive eines Tieres oder des Baumes beschreiben? Oder wie wäre es mit einer weihnachtlichen Gruselgeschichte? Je nachdem, wie sehr Ihre Geschichte ins Negative abdriften darf, wäre das Folgende vielleicht auch etwas für Sie:


Es darf auch mal eine dystopische Weihnachtsgeschichte sein

In einer dystopischen Geschichte kann Schnee beispielsweise etwas sein, das die Protagonisten nur aus Erzählungen kennen oder nur noch in ihrer Erinnerung sehen.

Vielleicht ist Schnee etwas, das nicht nur im Winter, sondern das ganze Jahr über vom Himmel fällt und den Boden bedeckt.

Auch aus der Sicht des Baumes, der gefällt wird, um im Wohnzimmer einer Familie in voller Pracht zu stehen, der dann aber nie gekauft wird und auf dem Scheiterhaufen oder im Zoogehege landet, kann eine Geschichte sehr düster werden. Bedenken Sie dabei, dass es typisch für Dystopien ist, dass sie in der Zukunft spielen. Letzteres wäre demnach dystopischer, wenn die normalen Weihnachtsbäume beispielsweise durch Plastikbäume ersetzt wurden und als Folge dessen nur noch spärlich angepflanzt werden.


Grundmuster für Weihnachtsgeschichten

Bevor Sie nun aber euphorisch zur Tat schreiten wollen, geben wir Ihnen noch ein kurzes Beispiel für ein Grundmuster, das Sie für jede Art von Geschichten anwenden können und das vielleicht den ein oder anderen Aspekt in Ihre Schreibweise bringt.

Versuchen Sie mit einem unmittelbarer Einstieg Ihre Geschichte zu beginnen. Bei den meisten Lesern weckt dies das Interesse und scheint wie eine Herausforderung, selbst dahinter zu kommen, was hier eigentlich passiert.

Gibt es einen Konflikt, der sich zuspitzt, ist ein Wendepunkt für die Dynamik der Geschichte denkbar. Die Situation der Hauptfigur verkehrt sich ab da in ihr Gegenteil. Aus Glück wird Unglück, Liebe zu Hass und die Hoffnung endet in einer Enttäuschung.

Das Ende darf ruhig mal offen sein. Es regt die Lesenden im Idealfall zum Nach- und Weiterdenken an und fesselt sie bis zum letzten Wort. Außerdem entgeht man dem kitschigen Happy-End-Klischee sowie einem gezwungen lehrhaften „Und die Moral von der Geschicht […]“. 


Bildquelle: pixabay.com

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