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Die Macht der Visualisierung

Wer positiv denkt, dem widerfährt auch Gutes. Diese Auffassung ist heute in den Medien präsent, in affirmativen Sprüchen auf Facebook oder in der Selbsthilfeliteratur.


Ursprünge des Gesetzes der Anziehung 

Unter dem Begriff Gesetz der Anziehung oder Resonanz tauchte dieser Gedanke schon 1877 in einem Buch der russisch-US-amerikanischen Okkultistin Helena Petrovna Blavatsky auf, und von da an bei verschiedenen Vertretern der Neugeist-Bewegung, die unter anderem die schöpferische Macht des Denkens als ihr Grundprinzip ansieht. Vertreter der Theorie berufen sich oftmals auf die sieben hermetischen Gesetze, zum Beispiel das Prinzip der Analogie (Wie innen, so außen.) und das der Kausalität (Jede Ursache hat seine Wirkung; jedes Phänomen seine Ursache.), die Hypothese hat also Tradition. 1910 veröffentlichte Wallace D. Wattles The Science of Getting Rich, worin er die Annahme, dass eine positive Einstellung Einfluss auf das körperliche Befinden hat, auf finanzielle Probleme bezog. Dieses Buch war die Grundlage für viele weitere Veröffentlichungen zu dem Thema, und inspirierte Rhonda Byrne 2006 zu ihrem Dokumentarfilm The Secret, der das Gesetz der Anziehung populär machte. 


Gleiches zieht Gleiches nach sich 

Der Grundgedanke der Theorie ist die Verbindung der Innen- und Außenwelt einer Person. Was in der Gefühlswelt passiert, spiegelt sich in den Lebensumständen wieder und umgekehrt. Wenn jemand also ständig darüber nachdenkt, ob er nicht vielleicht krank werde, wird er es letztendlich wirklich. Und wer mit der Einstellung, die Klausur eh nicht zu schaffen zur Prüfung geht, fällt durch. Dieser Zusammenhang kann aber auch genutzt werden, indem positive Veränderungen durch optimistische Gedanken heraufbeschworen werden. Sich morgens im Spiegel zuzulächeln und ein Kompliment zu geben führt langfristig zu einem größeren Selbstbewusstsein und dadurch vielleicht zu einer Beförderung. Und wer täglich seine Sportlichkeit visualisiert, überwindet seinen inneren Schweinehund und wird wirklich fitter. Dieser Zusammenhang funktioniert auch, wenn sich die Person dessen nicht bewusst ist. So kommen negative Gedanken in die Innenwelt und können die Lebensumstände beeinflussen. 


Die Macht der geschriebenen Vorhaben 

Praktisch angewandt heißt das, dass es viel wirksamer ist, ein Vorhaben aufzuschreiben und sich diesen Zettel zum Beispiel auf den Schreib- oder Nachtisch zulegen als ab und zu daran zu denken. Genauso können Sie Ihren Wunsch zeichnerisch oder mental visualisieren oder ihn wie ein Mantra täglich wiederholen, sodass er Ihnen präsent ist und Sie daran glauben, ihn verwirklichen zu können. Dieses erneute Voraugenführen stärkt nämlich nicht nur das Zieldenken, sondern auch das Selbstbewusstsein und die Motivation. Im gleichen Zug beruhigt es, da das Ziel nicht mehr unerreichbar erscheint. Das Aufschreiben und wiederholte Durchlesen bringt Sie also schon näher an Ihr Ziel. 


Gefahren der Ursache-Wirkung-Idee 

Natürlich gibt es auch viel Kritik an dieser Theorie. Einerseits wird sie als Esoterik und als nicht wissenschaftlich belegbar abgetan, andererseits als Weg zum Geld für Verfasser leerer Versprechungen. Das ist Ansichtssache. Es gibt aber gleichzeitig auch ernstzunehmende Kritik. Mediziner befürchten, dass, wenn Menschen das Gesetz der Anziehung zu ihrem Lebensmotto machen, sie den Bezug zur Realität verlieren und schwerwiegende Probleme wie eine Krebserkrankung mit dieser Methode heilen wollen und ärztliche Hilfe verweigern. Doch das Gesetz der Anziehung so wörtlich zu nehmen, ist wohl so wahrscheinlich wie eine Mail zu schreiben, indem man darüber nachdenkt. Nur visualisieren reicht natürlich nicht, man muss auch etwas für seine materiellen Ziele tun. Aber mit einer positiven, selbstsicheren Einstellung geht das schon gleich viel besser. Noch gefährlicher ist allerdings die Verallgemeinerung, dass alle Probleme von der betroffenen Person verursacht wurden. So wird jemandem zum Beispiel die Schuld für seine Erbkrankheit oder für eine Naturkatastrophe gegeben. Damit beeinflusst man Opfern nur noch weiter negativ und hindert sie daran, aus ihrem Leid herauszukommen. Durch positive Gedanken kann man zwar seine eigenen Taten beeinflussen und durch deren Auswirkungen vielleicht noch die der Menschen in seinem Umfeld, nicht aber die Fremder oder der Gesellschaft. Wie viele gute Ansätze wird das Gesetz der Anziehung problematisch, wenn es generalisiert wird. 


Der Traum vom Buch

Haben Sie schon einmal Erfahrungen mit der Macht der Visualisierung gemacht? Hat es Ihnen vielleicht sogar bei Ihrem Buchprojekt geholfen? 

Falls Sie gerade dabei sind, ein Buch zu schreiben, können Sie sich sicher sein, dass diese Technik Ihnen auf dem Weg zur Fertigstellung und Veröffentlichung Ihres ersten Buches helfen kann. Schreiben Sie auf, wie Ihr Werk schlussendlich sein soll (und wird) oder visualisieren Sie Ihre Charaktere und es wird Ihnen helfen, Ihr Buch zu schreiben, so wie Sie es sich wünschen. 

Eine positive Einstellung und Durchhaltevermögen zahlen sich also aus!